Schon eine ganz besondere Auffälligkeit aus der Luft:
Hier gibt es sie noch - die Felder mit zahlreichen Obstbäumen. In früheren Jahren hatten fast alle landwirtschaftlichen Flächen einen sehr großen Bestand an Obstbäumen. Als vieles noch mit Pferden oder von Hand beackert wurde, spendeten die Bäume Schatten, erfrischenden Snack und zusätzliche Ernteerträge zugleich. Im Laufe der Jahre mußten die Obstbäume jedoch den immer größer werdenden Traktoren und Maschinen weichen.
In der Gemarkung Wierschem befindet sich auch die weltberühmte und eine der schönsten Burgen Deutschlands, die Burg-Eltz.
Aber auch darüber hinaus hat der kleine Ort viel historisches zu bieten. So erwähnte z.B. Weihbischhof Schwarz (a.D.) bei seinen damaligen Besuchen zu den Firmungen stets das in Wierschem stehende, älteste Gotteshaus auf dem Maifeld. Die überaus seltenen Tonnengewölbe stammen vermutlich aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. Ferner wurde bei Renovierungsarbeiten in den 70ern festgestellt, daß die komplette Kirche auf einem Holzfundament ruht. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die kleine, sehr schlicht gehaltene Kirche Wallfahrtsort zur heiligen Apollonia.
Eine weitere Besonderheit: De Backes. Im 18. Jahrhundert erbaut. Im Untergeschoß wurde bis 1960 das Backhaus genutzt, während im Obergeschoß die Schule untergebracht war. Hier wurden seiner Zeit jedes Jahr ca. 100 Kinder aus Keldung, Lasserg, Sevenich und Wierschem unterrichtet.
Das Gut "Neuhof" ist ca. 500 Jahre alt und wird derzeit renoviert. Seit dem Mittelalter befindet sich das Gut im Besitz der Familie Eltz und wurde bis vor wenigen Jahren noch vom Grafen verpachtet. Die Felder werden derzeit von verschiedenen Landwirten aus dem Ort bestellt.
Die Schutzhütte im Wehrbusch wurde in den 70ern gemeinsam von Junggesellen und Ratsmitgliedern errichtet. Hier können Einheimische aber auch auswärtige Gäste nach Absprache die Schutzhütte gerne für Grillfeste nutzen.